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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Die Heffner in Franken,

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heißt (Fries, Gesch, der Studienanstalt zu B. S. 11). Heffuerhatte eine Tochter Kunigunde, Gemalin des Dr. JohannStumpf, baireutischen Kirchenrats, welcher zur Zeit desSchwedcnkrieges von dem kaiserlichen General Marchesecke «Zr-um 1632 mit anderen als Geisel fortgeschleppt wordenwar. Die Frau Kunigunde gab einen Beweis weiblicherTreue, indem sie sofort ir ganzes Vermögen, all iren Schmuck,irc Kleider und was sie wertvolles hatte, verkaufte und ver-pfändete, um die 206(1 fl., welche als Lösegeld gefordert wa-ren (in damaligen Kriegsnöten eine erhebliche Summe!), zuerschwingen. Sie reiste mit diesem Gelde dem General nach,befreite den Gatten und brachte ihn (am 14. Dez. 1632)wirklich mit nach Hanse. Er starb aber an den Folgen derMißhandlungen, welche er wärend der Gefangenschaft hatteausstehen müssen, schon am dritten Tage nach seiner Heim-ker, nur 45 Jare alt. (Oberfränk. Arch. IV. 66 ff.) We-nige Wochen zuvor war der Vater dieser braven Tochter, derl>,'. Mathäus Heffner gestorben, und zwar zu Kulmbacham 5. November 1632, 53 Jare alt. Dort ist sein Grab-stein mit Brustbild über der Sakristeitnr in der Kirche nochheute eingemauert zu sehen. —-

Zu Nürnberg war 1538 Johann Heffner geboren,der 1587 in den aüßern Rat gewält wurde, ein geschickterAdvokat, aber ein noch besserer Armbrustschüze war, wie esvon ihm heißt, „der Doktor Heffner hett guete Polzen aberstaubichte biecher, und war wol gesechen bei Fürsten undHerren". Unter anderm wurde ihm bei dem großen Schießen inMünchen 1577 der Kranz aufgesezt, und ich besize zufällig dieOriginalrechnung des Wirts auf der Herrenstnbe in München,worin verzeichnet ist, was gedachter De. Heffner mit anderenHerren Geschlechtern und des Rats bei jener feierlichen