Ableitung des Namens, 339
sehe nicht ein, welchen Schaden die Adelsgeschichte davon habensollte, wenn sie von der Familie Hefner auch nichts weitererfaren würde, als sie bisher erfarcn hat. Wenn ich aber hierdennoch etwas derartiges schreibe, so veranlaßt mich hiezu nichtso ser die vielseitige Aufforderung, als die Erfarung, daß einenorsoim sml'tivn (und eine solche bin ich glücklicherweise oderleider geworden) nicht verhindern kann, daß früer oder spätermer oder minder über sie geschrieben oder gesprochen werde,und daß dabei haüfig genug die größten Ungenauigkeiten überNamen, Herkunft und Leistungen derselben verbreitet werden.Als Historiker also werde ich mich befleißen, die Warhcit zurRichtschnur zu nemen, und der Leser wird mir das Zeugnißgeben müssen, daß ich in meinen eigenen Angelegenheitenebenso unparteiisch verfaren sei, als in denen Anderer.
Der Name Hefner oder Heffner ist in Altbayernnicht zu Hause, ^.nno 1862 bei der Versammlung des Cen-tralvereins der deutschen Historiker zu Reutlingen habenverschiedene Celebritäten in der Sprachforschung ir Urteil da-hin abgegeben, daß der Name unserer Familie von einemOrte Hefen oder Hessen zu deriviren sei, jedenfalls aber mitHafen oder Topf sprachlich nicht zusammenhängen könne. DieAnsicht dieser Herren lasse ich bei iren Würden, diemeinige getaber dahin, daß Hcfner mit Hefein Verbindung gebracht werdenmüsse. Mir ist auch versichert worden, daß in Franken der-jenige, der bei der Weinbereilnng mit Absonderung der Hefesich beschäftige: der Hefner oder nach fränkischer Aussprache:der Heffner genannt werde. Diese Namensableitung scheintmir eben so einfach als plausibel, um so mer, als wir imWappen einen Winzer füren, welcher hinter einem Rauten-gitter hervorbricht und eine Traube in der Linken, ein Win-zermesscr oder Heppe in der Rechten hält. Dieß unser Wappen