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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Altbayerischer

kurfürstl. Landgericht Wetterfeld. Zu Regenpeilstein ge-hörten z, B. die Hausnummern 1, 3, 4, 5, 8—12, 25—27,41—43 und 45, zu Strahlfeld 2, 7, 28, 38—46 und soauch die übrigen. Das Waschhaus hatten die Haüser 2 und3 (Strahlfeld und Regenpeilstein) gemeinschaftlich. Die Folgedieser nachbarlichen Verhältnisse war wie immer Unfriede, undjede Gelegenheit wurde benüzt, sich gegenseitig zu chikaniren.Am meisten Vorteil zog hievon das Gesindel. Wollte z. B.der Amtsdiener v. Regenpeilstein einen Dieb im Hause Nr. 11fangen, so salvirte sich dieser bei Zeiten in das gegenüber-stehende Haus Nr. 39, welches strahlfeldisch war und wo dieGewalt des regenpeilstein'schen Amtmannes ein Ende hatte.Kam ein kurfürstlicher Amtsbote nach Fronau, so retirirtesich das Gesindel in alle Haüser, welche nicht-kurfürstlich wa-ren und erwartete ruhig den Abzug der Gerechtigkeit. Sokam es, daß zu Ende des vorigen Jarhunderts das DorfFronau als die Herberge aller lüderlichen Personen der Ober-pfalz galt, und dieser patriarchalische Zustand dauerte fort,bis die königlich bayerische Regierung ihm mit Gewalt einEnde machte. Noch 1825 lebte der lezte Herr von Schottauf seinem Schlosse Regcnpeilsteiu. —

* Schorn 1773. Schreyern, o. 1698.

* Seel, W. 1681. A. 1786.

* Sedelmayer 1787, 90.

Simeoni. Als die Kurfürstin Adelhaid fs. oben beiMandl) bereits 7 Jare kinderlos mit Ferdinand Maria ver-heuratet gewesen, ließ sie den Dr. Simeoni aus Turinkommen und machte ihn zu irem Leibarzt. Er und andererieten der Kurfürstin, dem heil. Kajetan eine Kirche und einKloster zu geloben, um dadurch die ersente Nachkommenschaftzu erbitten. Das Jar darauf, 1666, wurde auch wirklich