Adclicher Bier-Krieg.
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machte sich ein Geschäft daraus, mit seinen katholischen Nach-barn, insbesondere den Untertanen der Hochstift regensburgi-schen Hofmark Hohenburg Händel anzufangen. Hierinwurde er von einem gleichgesinnten Freunde, dem Joh. Joachimv. Rummel auf Zant, redlich sekundirt. Es gab Streitbald wegen des Holzrechts, bald wegen des Kirchweischuzes,bald auch wegen des Bieres. Das Hochstiftische Dorf Don-hausen z. B. hatte zwei Wirte, einen löfen'schen und einenruml'schen Untertanen. Diese mußten nun auf Befel irerHerren dem Hochstiftischen Pfleger den herkömmlichen Zapfen-zins (Abgabe für Ausschank des Bieres) verweigern. Umdein Streite auszuweichen, errichtete der Pfleger eine neueSchenke. Dicß gefiel den beiden Edelleuten gar nicht. Sieließen sofort eine im Stile 8vrooi->«liiU gehaltene, eigenhändigunterzeichnete Proclamation anschlagen, „daß Keiner sich ge-lüsten lassen solle, einiche (eine einzige) Maß Bier bei diesemvermeinten Wirt zu trinken oder abzuholen, widrigenfalls ihmdas Bier nicht nur abgenommen und die Geschirre zerschlagen,sondern gegen ihn selbst mit gebürlicher unnachlässliche Straf'solle verfügt werden". — Der Pfleger saümte nicht eine Ge-genproclama anzuschlagen, worin die löfen-rumlischen Verfü-gungen als null und nichtig erklärt und Jedem, der denZapfenzins zale, erlaubt wurde, sofort nach Belieben Bierzu schenken.
Als Antwort hierauf drangen die Edelleute auf derHeimker von der Hasenjagd in Gesellschaft deö ambergischenHofkastners u. a. unverweilt (am 16. Dez. 1652) in denKeller des Hochstiftischen Wirtes, zertrümmerten das Faß,nachdem sie das Bier vorher durch ire Treiber und Jägerhatten austrinken lassen. — Endlich, nach vielen Jaren, wurdees der kurpfälzischen Regierung in Amberg doch selbst zu arg.
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