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Lebensstellungen
Hoftitel, die eingesammelten Zinsen verarbeitet, um in gleichemSchritte magerer wie sein Verwalter wolbcleibter zu werden,der Industrielle, dessen Dichten und Trachten in seinenFabriken begraben ist, aber auch der Kleinbauer, der auf et-lichen Tagwerken um sein Schloß oder Edelsiz seinen Kol selbstpflanzt, endlich der Hausbesizer in den Städten, der sichmit dem gewönlichen Bürger in die Lasten des Grundbesizesteilt — sie alle haben das größte Interesse am Wolcrgehendes gesammten Landes, denn sie sind an die Scholle gebundenund das Stück Erde, das ir Eigentum ist, sei es noch soklein, gehört inen — es gehört inen bis zum Mittelpunktunseres Planeten, ja vielleicht sogar durch diesen hindurch biszu den Antipoden. Es kann inen also auch nicht gleichgültigsein, wem die Oberherrschaft über das Land gehöre, wiedie Geseze seien, wie groß die Lasten, Pflichten und Rechte,an denen sie tcilnemen sollen, und deßhalb erscheint derGrund-besiz, er sei groß oder klein, immer als ein mächtiger Hebel,wenigstens für den Gebildeten, sich am politischen und sozia-len Wol und Wehe des Vaterlandes zu beteiligen, und istalso der Idee des Adels entsprechender als der bloße Geld-besiz.
Um eine Stufe tiefer nach dieser Skala stet der Edel-mann, der sich dem Staate als Beamter oder Soldat ver-schrieben hat. Lezterer insbesondere muß mit den Ideen derZivilisation und der bürgerlichen Freiheit haüsig genug in Wider-spruch kommen, und es wird also bei ihm von einem unpar-teiischen Interesse am Heile des Vaterlandes mcr oder min-der Umgang genommen werden müssen. Der „Staatsdiencr"selbst hat durch den Schuz der Verfassung allerdings eine ge-wisse persönliche Freiheit sich bewart, seine staatsbürgerlichenIdeen versumpfen aber leider gar zu haüsig in den Aktenund er wird, mit wenigen erenden Ausnamen, nicht selten