Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
353
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werde; und wenn auch Leopold geschehen ließ, daß gedach-ter Kardinal mit allen seinen Anverwandten und Anhän-gern eine vollkoinmne Amnestie und Sicherheit in Ansehungdessen, was immer gethan, gesprochen oder wider ihn undsie verhängt worden, genießen sollte: so halte er dochvon einer andern Seite her eine große Schwierigkeit zuüberwinden. Die Churfütsten von Köln und Baiern hat-ten gerechte Forderungen an ihn wegen der Verlasscnschafkdes vorigen Churfürstcn von Köln, deren er sich sogleichnach seiner Erwählung bemächtigt hatte. So überzeugendaber auch die Gründe seyn mochten, womit sie ihre An-sprüche unterstützten, so wenig fruchteten sie, da einmaldie hinterlasscncn Schätze des vorigen Churfürstcn zumBesten Ludwigs, nämlich zur bessern Befestigung der köl-nischen Platze und zur Unterhaltung französischer Garni-sonen in denselben vcrsplittert waren. Da bereits der Kai-ser und das Reich überhaupt, um den Frieden zu erhalten,dem Könige von Frankreich so große Opfer gebracht hat-ten, so mußten wohl auch die Churfürstcn von Köln undBaiern auf das, was sie mit Recht fodern zu könnenglaubten, Verzicht thun. Dieser Verzicht wurde ausdrück-lich in die Friedensurkunde eingerückt.« (')

Mit dem ryßwyker Frieden verschwindet Wilhelm vonFürstenberg von der politischen Bühne. Nur einmal noch, beiAnlaß der Pabstwahl Alexanders Vlil., sehen wir ihn mitim Kollegium der Kardinäle zu Rom. Den Rest seinerTage verbrachte er in seiner Abtei zü St. Germain, ab-wechselnd zwischen dem Besuche geräuschvoller Hoffeste undstillen Betrachtungen über den launenhaften Weltlauf unddas Verschwinden aller irdischen Größe. Er genoß, wie-

(') Schmidt, IX. B. IS. Kax,III.

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