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3 (1832)
Entstehung
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das Reich gehabt haben soll, schon in jener Zeit und spä-ter noch mehr vieles hin und her geredet worden. Dochfehlen bestimmte Punkte der Anklage eben so scbr, wie dieBeweise dafür. Der Geschichtschreiber des Hauses Fürsten-berg, welcher in Schilderung der übrigen Lebensverhält-nisse beider Brüder seine Unparteilichkeit hinreichend anden Tag gelegt, würde keinen Anstand nehmen, auch diesegeheimnißvolle Affaire ausführlich zu beleuchten, lägennur darüber Materialien und Urkunden vor.

Die Gunst Ludwigs XIV. ging nun auch weiter; derKardinalöhut war dem Prinzen Wilhelm schon seitlängerer Zeit zugedacht und im Jahre 1687 erreichte derKönig endlich seinen Zweck. Der Pabst, von seinen Bitte»besiegt, gewährete nicht ohne einiges Widerstreben, denndie österreichische Partei zu Rom ersah in dieser Kollegia-lität eine nicht geringe Dcmüthigung für sie und den wie-ner Hof; die Gegner der französischen Politik und diepersönlichen Feinde der Fürstenberger im Reiche wüthctenüber die Ernennung noch mehr und streuten über die Art,Wieste vor sich gegangen seyn sollte, mannigfache Gerüchte,so wie sie eben ein leidenschaftlicher Haß eingab, unterdas Publikum.

Groß war der Jubel der Jesuiten über dies Ereig-nis), besonders im Elsaß. Es erschienen pomphafte Lobre-den und lateinische Gedichte in Menge, darin die Schmei-chelei meist stärker, als die Poesie war. Die sieben BergeRoms, zu denen als ein achter nunmehr der Fürstenberggekommen, spielten bei den allegorischen Faseleien, in de-nen oft bessere Genies ans der Mitte jenes Ordens Kraftund Talent nutzlos verschwendeten, eine Hauptrolle; auchward der frühern Thatcn seines Geschlechts und der glanz-vollen Reihen seiner Vorgänger in der Diözese, hierin viel-leicht mit bessert» Glücke, gedacht. Dennoch spricht die