Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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die religiöse Monarch«: nicht eher glauben wollte, bisChoiseul ihr zur Zeit, da von Aufhebung des Ordensan den Höfen gehandelt wurde, die Originalbriefc dieserUndankbaren und Treulosen behandigen ließ, und gleich-wohl Mühe hatte, sie glauben zu machen, was sie mitoffenen Augen sah,«

Als ein anderer möglicher Fall kann angenommen wer-den, daß Lobkowiz, trotz seiner allgemein bekannten Ab-neigung gegen die Ordcnsleute, zumal aber die Jesuiten, (')diesmal, um den vcrurtheilten Prinzen desto sicherer zuretten, des Einflusses derselben auf den Kaiser sich bedie-nen wollte, und den Beichtvater durch Schilderung derGefahren, welche dem pabfllichcn Ansehen, in Folge derHinrichtung einer so angesehenen geistlichen Person, wieder von Fürstenberg, drohten, iu's Interesse zu ziehensuchte, daß er demselben den Beschluß des cngern Konseilsmitgetheilt, und gemeinsam mit ihm die Verwendung desNuntius, welcher eine nachdrücklichere Sprache, als sieBeide, führen durfte, vortreten zu lassen für gut gefun-den. Der Umstand, daß unmittelbar nach der spater an-gekündigten Ungnade Lobkowiz den P. Emmerich noch be-suchte und mit ihm ein Mahl einnahm, unterstützt einesolche Voraussetzung, auch daß sie wenigstens auf Hofrechtgut mit einander standen, und Minister und Beichtvatereinander über die ganze Sache mehr in's Ohr zu sagengehabt, als das Publikum jemals erfuhr.

(I Die Anekdote von der Erklärung, welche Lobkowiz dem umeine wichtige Sache einst supplizirenden Jesuiten über dieWorte : 5. M K. 7. auf dem Kruzifixe gab, nämlich : lumMbit Reportabunt Iesuit!>z, ist bekannt; eben so auch sein ge-gemülhlicheS Spruchwort:

Drei bringen den Kaiser um seine Güter:

Türken, Ungarn und Jcsuilcr.