Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
279
Einzelbild herunterladen
 

— 279 —

beigefügt, der Prinz Wilhelm begehre selbst nicht, in an-dere Hände, als in diejenigen Seiner kaiserlichen Majestätzn kommen, er habe ausdrücklich erklärt, darin, bis zumAbschlüsse des Friedens, verbleiben zn wollen. Am Endeder Note äußert der Wiener Hof auch noch : es scy un-erhört in der Geschichte, daß so viele Personenso große Rücksicht für einen verbrecherischenMenschen trügen.

Mittlerweile begab es ssch, daß Clemens X. mit Todabging nnd der Internuntius auffrische Orders von Seitedes Kardinalkollegiums oder des neuen Pabstes zu wartengenöthigt ward.

Sofort trat der englische Hof mit wiederholtem An-sinnen an den kaiserlichen, in Bezug ans die Ubcrant-wortung Wilhelms in neutrale Gewalt, durch das OrganSkcltons ans, und der Notenwechsel wurde lebhafter alsjemals über diesen Gegenstand fortgesetzt. Es ergab sich,daß der Gefangene wirklich an Ludwig XIV. geschriebennnd durch seinen Bruder diesen Monarchen ersucht hatte,seine Person bei den Unterhandlungen fürdcr nicht mehrin den Bordergrund zu stellen. Aber gerade aus diesemUmstand nahm Leopold I. neuen Grund zur Weigerung.Er erklärte: es scy allem Anstand zuwider, daß ein Ge-fangener mit dieser Sprache auftrete; denn es gewinneso den Schein, als habe er, der Kaiser, ihn dazu ge-drungen. Auch zeige sich zwischen den Briefen des KönigsKarl und des Bischofs von verschiedenen Daten, so wieden Orders und dem Benehmen der französischen Gesand-ten auffallender Widerspruch.

Alle Schreibereien, womit man wechselseitig sich fortermüdete, führten daher nicht weiter. Der Kaiser beharrteauf seinem Entschlüsse, nichts zu gewahren, was seineWürde verletzen könnte, berief sich ans Wilhelms eigens