Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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gaben Beider die oftmals überraschendsten Wahrheiten unddie wärmsten Gemälde all der traurigen Folgen enthiel-ten , zu welchen gewissenlose Staatskunst und brutaleKriegslust den Ehrgeiz der Fürsten und ihrer Diener hin-fuhren. Gewöhnlich, erzählen die Gcschichtschrcibcr dieserZeit nur die Fcldzüge und Staatsaktionen; wichtig wäre-es, wenn ein neuerer dereinst aus dem Ungeheuern Wustvon Memorialen, Noten, Resolutionen, Missiven undReflexionen von Oben und Unten eine zusammenhangendeDarstellung desjenigen lieferte, was von edler gesinntenFürsten, von Heller blickenden Staatsmännern und vonfreimüthigcn und bitter klagenden Patrioten für Humani-tät und Vaterland, und für Abhülfe der Beschwerden derVölker, wie für Begründung eines vernünftigern Staats-rechts gethan, gewollt oder doch gesprochen worden ist.

Die Gesandten der Krone Schweden, noch immer hochbetrübt über den Ausgang der kölner Verhandlungen, bo-ten alle ihre Thätigkcit und Beredsamkeit aus, um denneue» Sturm zu beschwören, welcher furchtbar über Eu-ropa her zu brechen drohte. Benedikt Oxenstierna,Puffendorf's Nachfolger, versuchte sein Heil zu Wien,während L. Marschall zu Ncgcnsburg den Reichstagund Eduard Ehren stein im Haag die Generalstaatcnfür die Ideen seiner Regierung zu stimmen trachtete.

Noch zu Ende des Aprils 1674 begannen neue Nego-ciationcn für Wiederanknüpfuug der abgebrochenen Trak-tate. Allein die Republik gab durch das Organ ihrer Mi-nister, Bevcrnink und Jsbraud, den Vermittlern ihr großesBefremden über den voreiligen Schritt des Königs vonFrankreich, hinsichtlich der Abberufung seiner Gesandtenvon Köln, zu erkennen. Die Entführung des PrinzenWilhelm von Fürstcnberg hielten sie für keinen hinreichen-den Beweggrund hiezu. Sie erklärten, daß diese Ursache