Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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sonders zwei bervor : Das Sendschreiben einesenglischen Edelmannes, ohne Druckort, und den an-geblich zn Villefrauche erschienenen Traktat über dieEntführnng des Prinzen in französischer Sprache.Dieser letztere, welcher besonders die Schrift l'Jsola's vorAugen hat, geht mit großer Ruhe alle einzelnen Punktedurch, welche Gegenstand der Debatte gebildet, und seinHauptzweck ist, zu beweisen, daß Staatsstreiche der Artjederzeit noch Statt gefunden, und der heftige Lärm überdie fürstcnberg'sche Affaire eigentlich überflüssig scy. DasGanze ist in einem Tone gehalten, daß man nicht rechtweiß, ob er die Sache ironisch oder ernsthaft bespricht,und wenn man eine Preisfrage ausgesetzt hätte, um allewillkührlichen Handlungen der Despotie und der Diplo-matik in älterer und neuerer Zeit vollständig und in ge-drängtem Umriß vor die Augen dcS Publikums zu brin-gen, so hätte man nicht planmäßiger und sicherer dabeifahren können.

Der Verfasser dieses kleinen Traktats läßt uns demnachim Ungewissen, was man von seiner eigentlichen Gesin-nung über den Handel zn denken habe; er tadelt die bit-tere, heftige und leidenschaftliche Sprache der l'isolaschcnDenkschrift, meint aber, der wiener Hof werde so gutGründe für seine Handlungsweise haben, wie der zu St.Germain. Jeder sey Herr in seinem eigenen Hause. Ent-weder habe Fürstenbcrg dem französischen Kabinette Gutesoder Übles erwiesen; im letztern Falle bedürfe es all desLärmes nicht; im erstern könne man den Kaiser es nichtverargen, wenn er gegen den Prinzen aller ihm zu Ge-bote siebenden Mittel sich bediene. Man müsse in dieserHinsicht vernünftig und billig sehn. Die Sprache desSchreibers klingt — wenn das Ganze nicht auf österreichi-sche Veranlassung geschrieben worden, und Verfasser und