Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
165
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welcher, wie schon gesagt, von L'udewig XIV. aus seinemLande vertrieben worden, also mit hinein zu bringen,daß ihre Sachen eine ganz neue Gestalt erhielten. Siebestanden sofort schlechterdings darauf, daß der Kaiser,Spanien und Lotharingen mit in den Frieden aufgenom-men werden müßten.

Die französischen Minister ergaben sich nur mit Wider-strebern hinsichtlich der beiden ersten; allein in Betreff desHerzogs verweigerten sie standhaft ihre Zustimmung, un-ter allerlei Ausflüchten und Versicherungen. Das Geschäftkam abermals in's Stocken, bis die veränderte Stimmungdes Ehnrfürsten von Köln zum mindesten die Hoffnungeines Einzelfriedcns mit diesem gab. Der Verlust seinerResidenzstadt Bonn hatte ihn mürbe und für Vergleichnicht ungencigt gemacht. Gegen Rückgabe derselben ver-hieß er seinen Austritt aus dem französischen Bündniß.

Dies war Maximilian Heinrichs persönliche Gesinnung;allein sein Minister, Wilhelm Egon von Fürstenberg,theilte sie keineswegs, und er wußte durch seine fortge-setzten Rath- und Anschläge den bereits weitgcdichencnPlan kräftig zu vereiteln. Der Leitung beider Brüder ge-wöhnt, wagte er es nicht, seinen eigenen Willen geltendzu machen, und der Kaiser und Schweden sahen mit Ver-druß ihre Bemühungen an diesen zwei Köpfen scheitern.Solches erzeugte bei Erstcrm, der ohnedies die früher»schlimmen Dienste Wilhelm Egons nicht vergessen hatteund in ihm den gefährlichsten Gegner aller Entwürfe sah,den Entschluß zu einem Staatsstreiche, welcher auf dieSchicksale des Kongresses, wie der Nation eine eben soverderbliche Wirkung nachzog, als er in mancher Hinsichtallzu widerrechtlich und gewaltsam schien.

Merkwürdig genug hatte man zu Köln schon früher ver-dächtige Bewegungen von Seite des in jenen Gegenden mit