Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
143
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Sechstes Kapitel.

Fortsetzung des Vorigen. — Der Krieg wider dieRepublik bricht aus. — Die Schicksale derselbenund ihrer Verbündeten. — Friedensunterhand-lung cn. — Die schwedische Vermittlung und de-ren Hindernisse. — Die Wirksamkeit der Für-sten berge an diesen Begebenheiten.

^urze Zeit darauf kam die Vermählung zwischen Lude-wigs XIV. schöner und geistreicher Schwester, der Prin-zessin Henriette, mit dem Könige von England zu Stan-de; aber die Hochzcitsfackel hatte kaum ausgebrannt, alsdie Todesfackcl für Karl II. sie ablöste. Es hinterließ KarlStuart seinem Bruder Jakob die Rechte, die Jrrthümer,die Leidenschaften und die Schicksale seines Hauses. Diepolitischen Jntrigueu erneuerten sich, und Mazarin undFürstenberg setzten alle Triebfedern in Bewegung, umden großen Ehurfürsten zu einem endlichen Entschluß zuvermögen. Letzterer legte Krakow neue günstige Anerbietenund einen sorgfältig ausgearbeiteten Kriegsplan vor, undsuchte jeder möglichen Besorgniß durch zum Voraus be-rechnete Auskunftmittel zu begegnen. Aber immer gabder Unterhändler nur ausweichende Zusicherungen undunbestimmte Hoffnungen.

Friedrich Wilhelm unterließ nichts, die Republik überdie große, ihr drohende Gefahr nachbarlich zu warnen undzur Ausgleichung mit Frankreich zu vermögen, welches