Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
137
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Fürstenberg, nachdem er all dies gehörig entwickelt,drang auf möglichste Beschleunigung; auch theilte er einzweites Formular, nämlich dasjenige des Vertrags fürden Fall eines französischen Krieges, mit.

Zugleicher Zeit jedoch, als er solche Tinge und Gründeden Abgeordneten des Churfürstcn mittheilte, ließen Kölnund Straßburg durch ihre Seudlinge rings im Reiche aus-sprengen : man möge sie nicht für so dumm halten, daßihre Absicht dahin gehen könne, die ohnehin gewaltigen Fran-zosen noch mächtiger zu machen; es bandle sich blos darum,e m hochfahrenden Geist der Holländer etwas nieder znmachen, und, wenn dies geschehen, die von ibuen erober-ten oder besetzten Städte, welche zum Reiche gehörten,wieder kcranszubekommen. Nach Erreichung dieses patrio-tischen Zwecks werde man mit vereinigten Kräften der Na-tion auch die Franzosen zur Bescheidenheit und zum Frie-den mit Jedermann zwingen. Diesen Gerüchten fügte manüberall reichliche Geldspenden bei. (')

Es hieß, der König selbst habe diese Maske gebilligtund den Gebrüdern Fürstenberg jede Sprache erlaubt.

t') Briefe, die solche Gesinnungen F. Egons aussprechen, sindauch in der That noch vorhanden. Man vergleiche z. B. dieSammlung de Will's, darin schon um das Jahr 1663 von sol-cher geheimen patriotischen Tendenz die Rede ist, und wo derBischof zu verstehen gibt: er spiele äußerlich eine von seineninnern Gesinnungen ganz verschiedene Rolle, und brüte dieedelsten nationalen Zwecke gegen den fremden König aus,welchen man, weil Üvermacht wider ihn nicht verfange, durcheine pfiffige Politik schwächen und vom teutschen Staatsge-biete ableiten müsse. Die Stelle dieses Briefes ist oben ineiner Note schon mitgetheilt worden Der Großpensivnairselbst jedoch schien an der Wahrhaftigkeit dieses Bekenntnissesetwas zu zweifeln.