Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
134
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rekchs dürsten, so sehr auch manche andere Staaten dieDemüthignng des erster« wünschen mochten, dennoch dieseletztern zn ihrem Beistand entflammen und ganz Europain einen blutigen Krieg verwickeln. Die Gesandten wiesenferner auf die unznsammenbängcnde Lage der Staaten desChurfürsten und auf die Gefahr derselben bei Ausbruchvon Feindseligkeiten; sie theilten die Absicht Friedrich Wil-helms mit, durch eine besondere Botschaft nach dem Haagdie Ursachen der neuen Wirren zwischen Frankreich undder Republik noch naher zu erforschen, letztcrn zu Abstel-lung der Beschwerden Frankreichs und Eingehung allerbilligen Bedingnisse zu ermahnen, und beiderseits Vermitt-lung anzubieten. Frankreich selbst, das jederzeit so sehr imInteresse des Weltfriedens sich geäußert, könne solch einenSchritt nicht übel deuten. Erleichterung mehrerer Städte,mittelst Abzug der holländischen Besatzungen und Deckungder Grenzen allseits, dürsten ebenfalls zum Ziele führen;hiermit werde Nenburg gewiß auch einverstanden seyn.Auf jeden Fall werde der Churfürst keiner Verbindungwider Frankreich beitreten. Köln, das ohnehin noch keinenfesten Entschluß gefaßt, möge all dieses nunmehr bedenken.

Als Fürstenberg diese Wendung ersetzen, suchte er in et-was einzulenken, bethenerte die Reinheit der Absichten seinesHerrn, und daß man gegen keinen Mitstand Ansinnen jemalssich erlauben werde, welche den Grundsätzen des Rechts,den Begriffen von Treue und Glanben und dem Inhalteingegangener Verträge widerstritten. Allerdings müßtendie politischen Verhältnisse nach allen Seiten erwogen undalle Fragen auf sicheres Terrain gebracht werden. Kölnwerde die Abfertigung einer Gesandtschaft nach Hollandbilligen, vorausgesetzt, daß eine ätznliche auch nach Frank-reich gehe. Es kenne zwar die eigentliche Natur der Wir-ren nicht; wenn aber zu Paris und im Haag zu gleicher