erhielt, verschwindet er gleichsam als Glied für die Fami-lie, was die inner» Beziehungen betrifft, und er erscheintfortan beinahe ausschließlich in öffentlichen Verhältnissen,welche alle seine Kräfte in Beschlag nahmen und in einemgroßen reichen Leben, voll Arbeit, Mühesal, Ruhm, Haßund Verfolgung. So viel übler Leumund aber auch durchihn und seinen Bruder an den bloßen Namen Fürstcnbcrgsich geknüpft, so gewann der letztere doch eine europäischeBedeutsamkeit, wie nie vorher, und man wunderte sichoftmals billig, wie zwei Männer, die weder Macht nochgroßen Reichthum, sondern blos Beredsamkeit und Ver-stand besaßen, so viele andere in Bewegung setzen konn-ten, also daß den Fäden, die sie angesponnen, beinahenichts entschlüpfte.
Die Achtung, welche jedem überwiegenden Talente, ver-möge eines verzeihlichen, der menschlichen Natur inwoh-ueuden aristokratischen Gefühls, gegenüber der Mittel-mäßigkeit und Schwäche, sich zuwendet, muß, bei allerVerschiedenheit der Ansichten über Grundsätze und Zwecke,für die Brüder Fürstcnbcrg sich mehren, wenn man diegroße Menge von ebenbürtigen Geistern in Anschlag bringt,mit denen sie zu ringen hatten, die Verworrenheit derpolitischen Ereignisse, die Gediegenheit und Energie, dasGenie und die Schlauheit von Staatsmännern und Feld-herren , deren Plane und Unternehmungen durchkreuztoder befördert werden mußten, und neben welche schonsich hinzustellen, das Gefühl der vollsten Summe von in-tellektuellen Kräften allein nur ermnthigen konnte.
Welch ein reiches Panorama der wildesten Leidenschaf-ten und der besonnensten Rathschläge, der verschmitztestenJntrigue und der edelsten Staatswcisheit, der großartig-sten Richtungen und der kleinlichsten Bestrebungen, desruhmvollsten Ehrgeizes und der niedrigsten Habsucht, der