Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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Franz Egon war schon einige Zeit vorder in Dienstedes Ehurfürsten von Köln getreten, und von demselbenzu mehrcrn wichtigen Geschäften gebraucht worden, woriner große Gewandtheit und überlegenes Talent verrieth,also daß Mariinilian Heinrich, geborner Prinz von Baicrn,von ihm sehr eingenommen ward, und bald ohne ihn nichtmehr seyn konnte. Um ihn dem Erzstiftc bleibend zn ge-winnen, verschaffte er ihm hinter einander Domhcrrcn-siellcn zn Köln, Straßbnrg und Lüttich. Bald trat er alsDekan des Kapitels, Schatzmeister und Kapitular in cr-stercr Hauptstadt auf, eben so als Geheimralh und Obrist-hvfmcister (1661). Erst setzt nahm Franz Egon die höhernWeihen, welche Feierlichkeit mit großer Pracht in der Ka-thedrale von Köln vor sich ging. ( ) Es verstrich nurkurze Zeit, und so sah er sich auch zum Bischof von Straß-bnrg gewählt und vom Pabstc in dieser Eigenschaft bestä-tigt. Durch sorgfältige Schonung' aller Persönlichkeitenbei meistens nur mittelmäßigen und schwungloscn Män-nern machte er bald alle sich sehr geneigt, und hielt siefortan in höchst unterthänigcr Stellung, ohne äußerlichdieselben es fühlen zu lassen. Die meisten Menschen ver-zeihen und dulden die Herrschaft des Verstandes gern, so-bald dieselbe sich selbst in ihrer Größe nicht zu fühlenund andere es nicht fühlen zu lassen scheint. Diese Knustverstanden und übten die Fürstenbcrger.

Nicht so beliebt war Franz Egon zu Lüttich, wo Ka-pitel und Stadt, nicht selten unter sich selbst in fcindseli-

(') Über die verschiedenen geistlichen Amtsverrichtungen FöanzEgons und seines Bruders Wilhelms findet man einzelne An-deutungen in dem Werke : Deereta et Zlntnta DIneces. Lz-iioN.llvt. ^.Ar. iLtH (»I. im Lei^us Lviistitutiviiuui et Ite»

lvriirutioriuiii,

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