Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

— 61 —

WO Schritte von der Armee sie trennten. Die Franzosenließen zwar Tages darauf von ihrem an dem Glaciö lie-genden kleinen Werk eine Mine springen, aber ohne be-deutenden Schaden. Bald darauf traf der römische König, im Lager ein, und Prosper beeilte sich, mit den übrigen

Feldherren, den hohen Gast zu bewillkommcn. Es bezeugtederselbe mit ihren allseitigen Anstrengungen die größteZufriedenheit.

Am 29. und 31. Juli und am 1. August hatte der Grafneuerdings harte Arbeit und verlor wackeres Volk. DerKönig, über die Langwierigkeit des Widerstandes sehr er-müdet, ging am 6. schon nach Heidelberg ab und empfingdaselbst jeden Tag die Nachrichten von der Armee. Am11. waren die Laufgräben bis sechs Schritt von demPfahlwerk der Kontrc-Eskarpe vorgerückt. Eine neue Bat-terie und ein neuer Ausfall brachten in die Monotonieeinigen Wechsel. EineN Hauptsturm ließ der Prinz-Ober-general in der Nacht vom 16. ans den 17. vornehmen,wobei Prospers Mnth und Gewandtheit reiche Gelegen-heit fanden, sich zu bewähren. Diese Nacht kostete manchthcucrwerthcn Degen, und selbst Generale von fürstlichemNang, wie Soissons (Bruder des Prinzen Eugen), Dur-lach, Königsegg u. s. w.

In einer zweiten Nacht vom 31. August auf den 1. Sep-tember geschah ein Hauptangriff auf den Halbmond deöFortesz Thüngen und Fürstcnbcrg unterstützten denselben,welchen sie gerne zu einem allgemeinen Sturm ausgedehnt,durch Gegenminen auf der Seite jenes Angriffs.

Mittlerweile nöthigten Eatinats Bewegungen in der, Gegend von Drnscnheim und Fort-Louis den Prinzen

Louis, gemeinsam mit dem römischen Könige, demselben,an der Spitze einer Truppenabtheilung entgegen zu ziehen.Thüngen und Fürstenberg leiteten fortan die Operationen