Viertes Kapitel.
Maximilian Franz l. (M. Magdalena von Beenhau-sen) — Leopold Marqnard. — Seine Theilnahmeam Türken- und Franzosen-Kriege. — Sein Fallbei Mainz.
^Maximilian Franz, geboren den 12. Mai 1634, mit-ten in einer heftigen Krists, welche den Eltern mannig-fache Gefahren drohte, konnte nur ans vielen Umwegen,mittelst eines verkleidet nach Schaffbausen gebrachten Prie-sters, getauft werden. Denn man hielt, vor den Feindenflüchtig, die das Land überschwemmt, in dem neutralenaber protestantischen Schaffhauscn stch auf, wo die Ge-genwart eines katholischen Seelenhirten allgemeinen Al-larm verursacht haben würde. Der römische König (nach-mals Ferdinand III ), der Churfürst von Baicrn und deralte Pappenheim hoben das Kind aus der Taufe. In denJahren 1642 — 1644 sandte man den Knaben zu den Vä-tern der Gesellschaft Jesu nach Dillingcn und spater (1645— 1649) nach Konstanz, wo er, unter besonderer Leitungbeigegebcner Hofmeister, Gymnasium und Lyzänm mit Ei-fer und Erfolg besuchte und vollendete. Seine Bildungvollendeten Reisen, und zwar durch protestantische undkatholische Länder hinter einander, als Holland, Belgien,Frankreich und Italien. Das Klima dieses letztern drohteihm zu Rom mit Lebensgefahr; aber die kräftige Natur