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Zweites Kapitel.
Die Stühlinger Linie. — Friedrich Rudolf. (M.Maximilian von Pappenheim und M. Magdalenevon Hanau-Lichtenberg.) — Sein Privatleben. —Entführung des Stiefsohns durch die Rheingra-fen. — Fr. Rudolfs diplomatische Verrichtungenund Kriegsdienste. — Die Schlacht bei Rheinfel-den. — Verteidigung des Grafen gegen die ihmhinsichtlich derselben gemachten Vorwürfe mudBeschuldigungen.
^)on den Söhnen Graf Christophs II. wurde der ältere,Friedrich Rudolf, wie schon früher bemerkt, Gründerder Stühlinger Linie und damit einer Reihe neuer Vcsttz-thümer und Verhältnisse, aber auch neuer Verlegenheitenund Ungemache für die Familie. Er gehört keineswegs zuden angenehmsten Erscheinungen in der Geschichte dersel-ben, denn sein Charakter in der Grundrichtung und dieRolle, die er gespielt, stimmten mit den herrschendenGrundsätzen des Geschlechtes nicht immer sehr überein,und mehr als ein Beleg ist für die Unlauterkeit, wenig-stens einiger frühern Perioden seines Lebens vorhanden.Der Annalist des fürstlichen Hauses darf auch diese Schat-tenpartiecn nicht verschweigen, und er theilt darum offenmit, was ihm darüber bekannt geworden.