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Vorwürfe über die Säumniß des Kaisers gegen einen sohochverdienten Mann enthielten. Er sprach von den nennlebendigen Kindern des Grafen, welche doch nach seinemTode ihr anständiges Fortkommen haben nnd in des Kai-sers Gnade eine Ursache finden müßten, dem Dienste Sr.Majestät und des katholischen Wesens ebenfalls eifrig sichzu widmen; er erinnerte kurz an die vieljährigen Dienste,zu welchen G. Egon »mit Darsetznng des Seinigen sichgebrauchen lassen und dadurch nicht nur nicht wenig einge-büßt, sondern auch an seinen Gütern zu Grund ruinirtworden.« Doch sei) es weltknndig — fährt Marimiliannicht ohne einige Ironie fort — wie Se. Majestät geneigtwären, dergleichen, Ihre und des gemeinen Wesens ge-trcncste Diener von selbst mit Kaiserlicher Gnade zu rcmu-neriren, und daher gewiß auch nicht unterlassen werden,den Grafen von Fürstcnberg in Ansehung seiner eifrig,treulich geleisteten langwierigen Dienste und dadurch erlit-tenen Schäden zu bedenken. Der Kurfürst drang jedochaufschnelle Gewährung, da Egon des Begehrten sehrnothwendig bedürfe, und er bemerkte zum Schluß, daßdieser in des Kaisers Gnade ein volles nnd unbedingtesVertrauen hege, nnd dieselbe mit Vcrspritzung des letztenBlnttropfcns zu verdienen suchen werde. E)
In wiefern diese Bitten und Wünsche erfüllt wordenoder nicht, finden wir nirgendswo klar ausgesprochen.Wohl aber starb der Graf noch in dem nämlichen Jahre,den 24. August, am Tage St. Bartholomä, nachdem ergerade ein Jahr zuvor seinen Letztwillen noch niedergelegthatte. (°)
Egon von Fürstcnberg war von hoher kraftiger Gestalt,
(') Schreiben U. N. Braunau. 2. Mai t6?5> (F. H.-A )l') Testam. vom 17. August 1S24. (F. H.-A., Nro. 504.)