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»Meinen gnädigen Gruß, lieber Herr Graf! Euer Schrei-ben vom 22. September Hab' ich zu Recht empfangen undden Inhalt vernommen, daß nun dem allmächtigen Gottgefällig gewesen, bei vorgegangenem Treffen dem Gegen-theil die Oberhand zu lassen. Das ist zwar von seiner gott-lichen Hand, davon wir auch so viel Guts empfangen,mit Geduld anzunehmen; mir gereicht aber bei diesemschweren Zustand nicht zu geringem clontenw, Euch aberzu großem Lob und Reputation, daß Ihr Enern Vulovund Tapferkeit, gleichwie in andern, also auch vornehm-lich in dieser Occasion, so ansehnlich erwiesen, und istgar nit zu zweifeln, wann auch theils anderedas Ihrige so treulich und tapfer prästirt hät-ten, daß der Ausgang dieses Treffens dem gu-ten Anfang würde korrespondiret haben. Nungeleb' ach aber der starken Hoffnung, weilen Gott dettGrafen von Tilly, Euch und andere tapfere Kavaliereso gnädig salviret, seine Allmacht werde vermittelst derenV-ilor und Dop! eoitwt wiedcrumbcn ksvsugo und einenglücklichen Succeß verleihen. Inzwischen verbleibe Euerin dieser Occasion durch Euer Tapferkeit erlangtes Lobund Aoriis bei mir in solcher Ästimation und Angeden-ken , daß ich es auf jede Begebenheit mit allem guten zu-Malen bereitwillig bin.«
Dcssen ungeachtet muß auch Egon den Nachstellungendes Neides und der Eifersucht nicht entgangen und derDank des Kaisers für so vielfach geleistete und anerkannteDienste keineswegs der glänzendste gewesen scyn. (') Ja
l') Wir finden blos ein Patent vom 27. Dezember 16ZI, welchesihn zum General-Wachtmeister ernennt, nachdem er bisdahin nur General-Feldwachtmeister gewesen war. (F.H.-A. Nro. 496.)