besten, was Tilly ebenfalls selbst einräumte. Sie beide er-schossen den bekannten Pindtanf, und trieben die fünfSchwadronen sächsischer Kürassiere mit ihren Leuten alleinin die Flucht; ihr Fiügel war demnach so ziemlich siegreichgeblieben. Der Graf empfing im Streit eine schwere Wun-de; (') vielleicht hinderte diese ihn an fernerer Thcilnahme.Genug, die Rachegcister von Magdeburg und des baieri-schen Telamoniers ungestüme Hitze lenkten die Entschei-dung den Schweden und Sachsen zu. (')
Nach dem großen Unglück leistete Egon fortwährend dieredlichsten Dienste, und hals die Trümmer des Heeressammeln, neue Truppen wetbcn und dem Ungestüm an-dringender Feinde wehren. Dies war sowohl in seinemVerhältnisse zu Till«, als zu Pappenhcim der Fall. Letz-terer meldet ausdrücklich in einem Briefe Wallenstein, demer insgeheim verbündet blieb und von Zeit zu Zeit dieKriegsvorfalle aus erster Hand meldete, daß nach demerlittenen Schlage blos Fürstenberg und Erwidt — derbei Marienbnrg so tapfer focht — ihm beigestanden.
Der Kaiser, wie der Kurfürst, an welchen Egon seiner-seits einen eigenen Bericht, unterm 22. September, er-stattet, erkannten sein Verdienst an, und Maximilian drücktedie Geiühle von aufrichtiger Hochachtung dem unverzag-ten Helden also aus :
(') Galieti'S Geschichte der Teurschen.
(') Zeugnisse für Ego» i» dieser Schlacht find : Pappenheim'sBrief an W a l l en ttc i n N. N. Nblefeld, 29. September 1631(bei Förster). Des Lieutenants Regensperger an den Kai-ser (aus Auftrag Tltty's) , ohne Datum. Endlich Tilly'SSchreiben an ebendenselben ä. ä. Nördlingen, 12. Februar1SZ2, voll rühmlichen Inhalts. Nickt minder dasjenige Ma-ximilians von Baiern ä. 6. München, 9. Oktober 163!»
(') Förster im a. W-