Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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der Staude über die Ausschweifungen der Soldateska,cntschuldigte sich der Graf damit, daß »er seiner Leutenicht mächtig ftp.« ( )

Die Stände, um der unangenehmen Gäste sedig zu wer-den, schlugen einen andern Weg ein und beten Egon einGeschenk von 10,000 Thalern (°) an und erwirkten dadurcheinen neuen Akkord, welcher am 24. Julius zu Untertürk-hcim geschlossen ward. Gemäß demselben ward alles übrigeKriegsvolk aus der Landschaft gezogen und nur vier Kom-pagnien Reiter und acht Rotten Fußvolk blieben als Be-satzung zu Schorndorf, Göppingen, Kannstatt, Marpach,Waiblingen, Winnenden, Backnang und Hcidenheim. DieBürger dieser Städte durften jedoch mit den Kaiserischeudie Thorwachcn gemeinsam versehen. Dieser Besatzung, inallem 2200 Mann stark, mußte der Herzog den Unterhaltreichen; dagegen verbürgte der Graf strenge Kriegszucht.Eine zweite Bedingung noch war, daß eine monatlicheSteuer von 28,000 Gulden und eine fernere von 10,000Gulden zu Händen der Kaiserlichen Kasse erlegt werdensollte,

Obgleich die Stände diesen, wie den frühcrn Bertraggenehmigt und überdies zu jener Verehrung sich erbotenhatten, (') so erregten dennoch die harten Bedingungen

(') Sattler a. a. O.

(') Nickt von t000, wie Sattler irrig anbringt.

(ft Sattler a. a, O. Urkunde vom 24. Juli im F. H.-A.

Mit Bezahlung dieses Geschenkes, wofür die Stande eineVersicherung ausgestellt, ward inzwischen nicht sehr geeilt unddie Gemahlin EgvnS, welche die Summe nachfoderte, wardnock im Jabre 16Z6 zur Geduld verwiesen. Urkunden überdiese Sache sind folgende im F. H.-A. vorhanden: Schreibender Würtembergischen Landschaft an Grak Egonn. N. Sluttgard, den 16. Juli 1631; Schreiben H. Hil-