Dieser Vertrag war eigentlich schon am II. Julius ent-worfen, jedoch damals, bis die Urkunde darüber in allerForm ausgefertigt seyn würde, nur mit einem Handschlagbekräftigt worden. Die würtembcrg'schcn Historiographenreden mit vieler Bitterkeit von diesem Handel, und wäh-rend Spittler, ( ) voll Übeln Humors, erklärt, der Grafvon Fürstenberg habe in demselben den kleinen Tyrannengespielt, wirft Sattler ihm großen Übcrmuth vor, dener besonders durch den Umstand zu beweisen sucht, daßEgon bei der Unterschrift seinen Namen weit über den desHerzogs gesetzt. (I Dies ist allerdings wahr, doch that dieSder Sieger wohl in den meisten Fällen, und hier unter-zeichnet Egon nicht als Graf von Fürstenbcrg, sondernals Stellvertreter des Kaisers.
Trotz der unangenehmen Scene lud der Administratorden General noch desselben Abends zum Mahl auf dasSchloß und letzterer nahm die Einladung an. Der Voll-zug mehrerer Bedingungen des Vergleichs ward mit sol-cher Eile betrieben, daß noch in der gleichen Nacht dieAbdankung des Landvolks erfolgte. Sattler meint, daßsolches in der Furcht eines nahen Umschwungs der Dingegeschehen sey.
Seine Soldaten, welche auf gewaltsame Sccnen undreiche Beute sich gefaßt gemacht hatten, waren mit soschnellem und friedlichem Austrag der Sache schlecht zu-frieden und hausten zuchtlos und ohne auf des FührersWort mehr zu boren, in der Gegend von Tübingen; jadieser Stadt selbst drohete nicht geringe Gefahr. Der Theildes Heeres, welcher abzuziehen hatte, bezog ein Lager beiUntcrtürkhcim. Auf die vielfachen Klagen des Herzogs und
('1 Würtem der giscke Geschichte. /
(') Geschichte der Herzoge von Würtemberg. S. 25.