Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
351
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Auf dieses ließ Herzog Julius erwiedcrn: er sey zueinem Übercinkömmniß willig, begehre aber, daß man dieReichsstädte des schwabischen Kreises, welche mit Sr. Ma-jestät noch in Irrungen stünden, in dasselbe einschließe;dafür wolle er, der Fürst, sich bemüh'n, daß Straßbnrgvon freien Stücken ebenfalls vergleiche. Überdies erbat erAmnestie für die Abzudankenden, wobei er sich auf dieKaiserlichen Mandate berief.

Der Graf weigerte sich, in diese letzten zwei Punkteunbedingt einzugehen. Hinsichtlich des erstern erklarte erganz frank heraus: «man befinde sich jetzt in keiner Reichs-stadt, sondern im Lande Würtcmberg, und jeder Standwerde seine eigene Bürde zu tragen haben.» Hinsichtlichdes letzter» : »Alle jene Obristen und Hauptleute, welchedlos im gegenwärtigen Kampfe sich hätten verleiten lassen,seycn begnadigt; die andern aber, welche schon bei frühernAnlässen sich eingelassen, seycn eines doppelten Vergehensschuldig. Diesen könne man für den Augenblick nicht hel-fen; doch wolle er ihre Sache bei Ihrer Majestät alsoglimpflich anbringen, daß dieselbe wohl zu Mitlied dürstebewegt werden. (') Der Administrator wich der Notwen-digkeit und schloß unterm 13. Henmond folgenden Vergleichmit dem Grafen :

«Nachdem der hocbgeborne Herr Herr Egon, Graf zuFürstenbcrg, Heiligenberg und Werdenberg, Landgraf inBaar, Herr zu Haußen im kinzinger Thal und auf Wei-tra, Ritter, römisch Kaiserlichen Majestät Rath, Kämme-rer, bestellter obrister General-Feld-Wachtmcister zu Roßund Fuß, Kurfürstliche Durchlaucht in Baiern GeheimerRath und des hvchlvblichen schwabischen Kreises Gencral-licutenant :c., mit der ihm anvertrauten und untergebenen

1') HtvstiuQi ^uroziwnm. ?. II, S, 336, 387.