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dem Grafen zugekommen, war sein Anschlag auf Ulmbereits mißlungen. Er hatte sich die Miene gegeben, alswollte er seinen Marsch ununterbrochen fortsetzen und zuTilly's Heere stoßen. Inzwischen waren mit der katholische»Bevölkerung geheime Einverständnisse angeknüpft und großeMassen Pulvers unter den Mauern angebracht worden,um durch dasselbe eine Bresche zu bewirken und den Kaiseri-schen einen Paß zu offnen. Die größte Anzabl lag im »teut-schen Hause« versteckt. Eine Dicnstmagd desselben, welcheum den Anschlag wußte, erschien, von Gewissensbisse»gepeinigt, bei einigen Bürgern, theilte ihnen im Ver-trauen mit, daß des kommenden Sonntags, während desFrühgottcsdienstes, ein Theil der Stadtmauern gesprengtwerden sollte, und entdeckte darauf alle nähern Um-stände des Plans. Als der Rath Leute nach dem tentsche»Hause zur Untersuchung gesendet, fand man alles bestätigtund einen Gang unter der Erde gegraben, welcher bis zumPulverthurme ohnfern des neuen Thorrs führte. Ma»ließ sämmtliches Pulver, was nicht weniger denn 2990Zentner betrug, nun herausschaffen und zog die acht Per-sonen, welche in den Vcrrath verwickelt waren, zur Strafe.Als Graf Egon, welcher schon in der Nahe von Möhrin-gen gestanden, die verdrießliche Mähr erfuhr und die Städ-ter zugleich mit Macht aus den Thoren fielen, ließ er de»Rückzug antreten und unterhandelte nun wenigstens fürden Durchzug, indem er sich stellte, als wollte er in ange-strengten Märschen den Tilly einholen. Allein kaum warder Paß bewilligt und selbst auch Proviant gereichet wor-den, als das Kriegsvolk, welches durch Mißlingung desUnternehmens auf die Stadt sehr übler Laune geworden,durch Mord und Brand an schuldlosen Dörfern sich rächte. (')Nach diesem ging es über die Donau in's Würtemberg'-
(') ltllsMrnni tzluroxienm, ?. II S, 286, 2ö7