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alle Jnsolenzien sehr molest und unliebig fey; wie dannI. Erc. sich nicht weniger zu Restitution der Pferde, sodenen von Memmingen ermangeln, erklären, und zu Er-halt derselben nothwcndige Vorsehung, auch in allen Vor-fällen Herren Bürgermeister, Rath und gemeine Bürger-schaft allhiesiger Stadt Mcmmingen geneigten Willen er-weisen und thun wollen.
Dessen alles zu wahrer Urknnd und steter Observanzhierin vermerkter Artikel ist dieser Rezeß begriffen wor-den, deine gehorsamlich bis hierüber I. Kais. Maj. sichin Einem und Anderm ferner allergnädigst resolviren wer-den nachzukommen und zu geloben, beide Theile einzugehenversprochen, und respektive gelobt haben; darüber zweiEremplare gleichen Inhalts unter I. hochgräfl. Erc. undder Stadt Mcmmingen Jnsiegel gefertigt worden. Besche-hen in der heil. Reichsstadt Mcmmingen, den sechszehntenMonats-Tag Juni, Anno scchszehnhundcrt ein und dreißig.
»Egon, Graf zu Fürstenberg.«
Egon zog von Memmingen (am 7. Juni) vor Kemp-ten. Auch dieses zog die Übergabe einer Belagerung vorund kaufte Sturm und Plünderung, welche ihm angedrohtworden, durch Annahme einer Besatzung von 400 Mannund durch Erlegung einer Kriegsstener von 80,000 Guldenab. Da es sich schwererer Vergehen schuldig gemacht, warcs vom Grafen auch härter, als die Schwesterstadt, be-handelt worden. (')
Faistenberg erstattete über beide Vorfälle (unterm Ig.und. 20. Juni) Bericht an den Kaiser. Dieser billigte, daßer mit Entwaffnung der Mcmminger, welche so schnell zumKreuz gekrochen, bis auf weitere Entscheidung des Hofesgezögert und erließ ihnen diese Strafe gnädigst. Da Egon
(') Kaxitulat. vom 16. Juni.