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Mainz, Würzburg, Augsburg, Eichstädt und Fulda. DerKaiser sah sich genöthigt, dem Grafen Rundschreiben fürdiese Prälaten zu übersenden und, durch jenen, mit seinenGesinnungen und Federungen auf nachdrückliche Weisesie vertraut zu machen. (')
Nachdem Egen diese diplomatischen Aufträge besorgt,rückte er, noch im Juuius, mit Macht wider die unge-horsamen Städte an. Zunächst sollte es Memmingengelten. Als dieses den Ernst des Grafen sah, und Magde-burg als Grauen erregendes Schreckbild vor die See-len der Bürger trat, entschlossen sie sich zum Vergleich,und er ward auf nachstehende Weise abgeschlossen :
»Zu wissen, als Ihre Ercellcnz Herr Egon Graf zuFürffeuberg, Heiligenberg und Werdeuberg, Landgraf inder Bahr, Herr zu Hausen im Kinzinger Thal und aufWeitra Ritter, röm. Kais. Maj. Rath, Kämmerer, be-stellter Obrister, General-Fcldwachtmeistcr, auch IhrerKurf. Durchlaucht in Baiern Geheimcr-Nath, und deslöblichen schwäbischen Kreises General-Lieutenant :c. be-reits im Anzug gewesen, wider des heiligen Reichs StadtMcmmingen wirklich zu vollziehen, was der röm. Kaiserl.Maj. unsers allergnädigstcn Herrns allergnadigster undernstlicher Befehl ausweiset; und aber unterwegs genann-'tcr Stadt Memmingcn hierzu mit Pienipotenz Abgeordnetegegen Ihrer Ercellcnz sich erboten, nicht allein mit schul-digstem Gehorsam und Respekt allcrhvchstgcdacht I. Kais.Maj. an die Hand zu gehen, sondern auch I. Erc. sammtder Anzahl Volk, welches dcro beliebig scyn wird, imNamen allcrhöchsternannt I. Maj. in die Stadt den freien
l'? Schreiben Ferdinands lt., 6. N. Wien 18. Juni 1631,an Graf Egon, an F. A. Kasimir von Mainz und die ge-nannten Bischöfe. (F. H.-A.)