an Korn, Haber, Gras, idem Schätzung der Pfarrhöfe,Mühlen, Schmitten und andere auf verschlagene Weisesuchende Geldpressuren, ferner des Eingriffs in den Quar-tieren und vorteilhaften Verwechslcn, Ein- und Aus-legens (welches, wann es je die Nothdurft erfordere,denen Kaiserlichen Kommiffarien und nicht denett Befehls-habern, Quartiermeistern, Furieren oder Furierschützeu,nach ihrem Selbstanmassen zusteht) gänzlich enthalten sol-len. Befehlen darauf allen Obristen, Obrist-Lieutenants,Rittmeistern, Hanptleuten, Fähnrichen, gemeinen Mit-reiten: und Knechten der hierum liegenden Kay. uns un-tergebenen Soldateska, zu Roß und Fuß, ernstlich, zu-wider diesem unsern Verbot sich nicht zu vergreifen, son-dern denselben auch anderwärts des Unterhalts halber,der Ordnung gemäß bei hoher, auch nach Gelegenheitdes Verbrechens, Leibs- und Lebensstrafe sich zu erzeigen.Zu Urkuud haben wir uns mit eigener Hand unterschrie-ben und unsern angebornen gräflichen Jnsiegel hieraufdrucken lassen.«
Wie wenig jedoch solche Befehle, auch bei dem bestenWillen der Kriegshäupter, auf die Soldateska jener Zeit,die größtenteils ein Zusammenfluß des Abschaums allerVölker war, und die zu erhalten man sich gleichwohl da-mals glücklich schätzen mußte, eingewirkt haben, kannaus dein llchsstrum bchropseurrr, aus Sattler und Spitt-lcr hinlänglich ersehen werden.
Der Augenblick, wo Fürsteuberg entscheidend austretensollte, war der Kaiserlichen Sache nichts weniger alsgünstig. Eben jene Znchtlosigkcit und jene Erpressungenhatten selbst katholische Stände schwierig gemacht, alsozwar, daß sie die Werbung, für Ferdinands wie fürMaximilians Dienst, auf ihrem Gebiet untersagten. Da-runter befanden sich sogar geistliche Fürsten, wie die von