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Der Erzherzog Deutschmeister hatte um den Ge-neralbefehl über die Truppen in diesen Kreisen augehalten.Da Egon bisher nur einstweilen ihn geführt, so setzteder Kaiser ihn von jener Bitte in Kenntniß, ließ jedochdem Grafen die Oberleitung der Dinge, mit dem Norbe-halt, daß er in allem den Deutschmeister und den Frei-herrn von Ossa mit zu Rath ziehe und sämmtliche Vorkomm-nisse schnell und getreu an den Hofkriegsrath berichte. (9
Ungefähr um diese Zeit war ein Tag des schwäbischenKreises nach Augsburg ausgeschrieben. Der Graf und derBischof Heinrich waren zu Kaiserlichen Bevollmächtigtenernannt, und ersterm insbesondere eingeschärft worden,sich genau an die mitgetheilte Vollmacht zu halten und dieVersammlung ja früh genug zu besuchen. (°) Der Kaiserbcnachrichtete den Kurfürsten von allen an Egon erlassenenSchreiben und Aufträgen, und bat um kräftige Unterstützungdes Fürstenbcrgcrs mit Mannschaft und Schießbedarf inallen kritischen Fällen, «damit der Feind oonjunmi^viii-dus angegriffen werden könne.« Man verhieß getreue Wie-dererstattung und eifrige Gegendienste. (')
Dieser Schriftverkehr fällt in die Tage, wo Gustav Adolfskriegerische Laufbahn bereits glorreich, Niedcrteutschlandwieder abgefallen, und Schweden und Sachsen entschlossenwaren, den Mordbrand von Magdeburg glänzend zu rächen.In des Kurfürsten von Baiern Gemüth waren mannigfacheVeränderungen vorgegangen. Er hatte gegen FerdinandMißtrauen, gegen die rein-österrichischen Interessen Gleich-gültigkeit zu hegen und mit dem trügerisch vermittelnden
(') Schreiben Fer diu. II. 3. 3. Larenburg, 43. Mai 1631.(') Schreiben Ferdin. II. -I. 3. Wien, 21. Mai 1631.(F. H.-A.)S»rciben ebendesselben an Kurfürst Maximilian 3. <->. zc>.Mai 1631.