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und Verköstignng der Truppen, welche zur Besatzung die-nen sollten, sich einzi^crstchen. Gütlicher Vergleich sollte,wo möglich, strengen Maßregeln vorgezogen werden.
Nach diesem empfahl "Ferdinand seinem Feldherr», auchim Würtcmbergischcn und in den Gebieten, wo die meistenWiderwärtigen sich zeigen würden, alle bedeutenden Ortezu besetzen, jedoch mit Anfrcchthaltung größter Ordnungund strengster Kriegszucht, wenn nicht durch fanatischenWiderstand das Äußerste nothwcndig falle. Jederzeit sollenvorher die Abmahnnngs-Mandate gehörig bekannt gxmacht,und, bei Weigerung des Gehorsams, alsogleich die be-waffneten Rotten, welche den Evangelischen zuliefen, auseinander getrieben werden. (')
Was das italienische Kriegsvolk betraf, so wünschte derKaiser, daß es in eine einzige Hcerabthcilung vereinigt unddurch frische Zuzüge verstärkt werden möchte. Damit es inmöglichen Fallen und bei drohender Gefahr auch nach denösterreichischen Erblandcn schnell verführt werden könnte, sollEgon für Erbauung einer Flottille auf der Donau sorgen.
Ferdinand äußerte neuerdings sein volles Vertrauen indes Grafen Eifer und Talent bei diesem »hochwichtigenWerke,« theilte ihm seinen Briefwechsel mit dem Kurfürstenvon Baiern mit und eröffnete ihm, wie auch ErzherzogLeopold Befehl erhalten habe, bei dringenden Fällen,aber auch nur bei solchen, in Vorder-Österreich und Schwa-ben Quartier zu machen. Man suchte diese Lande so vielund so lang, als tbnnlich, zu schonen. (')
l) Wir führen diese Dinge um so lieber an, als man sonst ge-wohnt ist, Ferdinand II. völlig blind und taub gegen alleVorwürfe über Ausschweifungen seiner Soldateska, ja diesel-ben sogar billigend, hinzu stellen. Dies lag aber weder in desKaisers Charakter, noch Interesse.
(') Schr. Ferdin. II. ü. U. Larenburg, 16. Mai 16Z1. (F. H.-A.)