Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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gewonnen wurden. O Damals waren Ferdinand die Stab»Memmingen, Kempten und Ulm, als Hauptsammel-plätze der Evangelischen ein besonderer Dorn im Auge.Auf diese sollte Fürstenbcrg vor allem seine Aufmerksamkeitkehren und ihre Besetzung um jeden Preis versuchen. (°)

Während der Kaiser diese Befehle an Graf Egon er-theilte, erließ er, wie er diesem selbst schrieb, neue Ab-mahnungen in das Reich und für das evangelische Kriegs-volk einen Generalpardon. Er nahm den Fürsten vonPfalzburg, welcher 10,000 Mann zu Fuß und 2000 znPferd auszurüsten verhieß, als General-Feldmarschall inseine Dienste. Das Schreiben, worin diese Anstellung demGrafen mitgetheilt wird, ist voll Lobsprüche des Kaisersauf »Egons bekannte Dertcrität und Kricgserfcchrenhcit.«,Inzwischen war das im Mantuanischen Gebiet verwen-dete Volk aus Italien zurückgekehrt. Da es unter die Be-fehle des Grafen zu stehen kommen sollte, so entwarf die-ser in einem Bericht an den Kaiser ein ausführliches Gut-achten über die Art und Weise seiner Verwendung, Quar-tirung, Proviantirung und Löhnung; zugleich theilte ereine Reihe nützlicher Rathschlage mit. Ferdinand offenbartedarüber seine Zufriedenheit und ersuchte ihn, dieselben mitdes Kurfürsten von Baiern guten Plänen in Verbindungzu bringen und besonders letztere nach Kräften ausführenzu helfen. Ein Hauptgegenstand der Sorgfalt des Kaiserswar die Sicherung der Reichsstadt Augsburg und die Ein-lcgung hinlänglichen Kriegsvolkes in dieselbe. Egon erhieltdaher eine Vollmacht, um mit dem Magistrate über Zahl

(') Solches System vertrug sich damals ganz gut mit den Begrif-fen von Kriegscbre und Kriezsr^cht. Es mar ein Gegenstückzu dem während des 7jährigen Krieges befolgten.

Ncscript Ferdin. II. st. st. Wien, S. Mai 1621. (F. H.-A )

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