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2 (1830)
Entstehung
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allenthalben die beste Gesinnung. Darauf setzte der Vortrabsich in Bewegung. Der Obrist Defour mit 1000 Pferden,die Obristcn Erwidt und Kronenberg mit einer andernAbtheilung lindelohischer Rotten, und der Obrist Schön-berg ebenfalls mit einer solchen, im Ganzen 30 Rotten,waren zum Angriff bestimmt. Auch Egons Vetter, Lud-wig Jakob von Fürstcnbcrg, befehligte dabei ein Regi-ment , wie wir aus andern Berichten wissen. In derRelation des Erstern wird er nirgends angeführt. (IAußerhalb Rössing wurden sie des Feindes ansichtig, wel-cher so eben erst die Nähe der Ligistischcn erfahren und,schlachtgerüstct und 44 Kompagnien stark, jenseits derdrei verlassenen Pässe sich gelagert hatte. Der RheingrafOtto Ludwig befand sich in Person an ihrer Spitze. BeideThcilc waren einander so nahe gekommen, daß sie sichgleichsam in die Augen sehen und einander zurufen konn-ten. Über eine halbe Viertelstunde betrachteten sie sichschweigend, ohne etwas zu unternehmen. Es war, alsob der Genius Teutschlands ihnen unsichtbar zuriefe, vonblutiger That und schimpflichem Brudermorde abzulassen.

Als dem Grafen Egon die Zeit endlich zu lang gewor-den und er befürchten mußte, die übrigen l3 Rotten Rei-terei und alles Fußvolk des Feindes, so auf einem andernPosten stand, ebenfalls über den Hals zu bekommen,auch jeden Augenblick die Hintcrhnt seiner Reiterei, diecr zu Deckung des Zuges an dem einen Paß zurückgelassen,eintreffen konnte, gab er das Zeichen zum Angriff. Defourgoß dem Feinde die erste Ladung in's Gesicht. Nach einiger

(0 Dies istwirklich etwas sonderbar, und Wirdes dadurch noch mehr,daß Z. Ludwig die Ehre der Einnahme von Steverwalde fastausschließlich für sich anspricht. Darüber vergleiche I. LudwigsBiographie.