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Gegenwehr trennten sich die Schwadronen desselben undflohen bis über Hannover. Auf diesem Rückzüge wurden vonviclcnStandartcn die Tücher abgerissen und in Säcke versteckt,die Stangen aber auf die Straßen umherverstreut. DerVerlust des Grafen in diesem Tressen betrug ungefähr IVOGemeine und eine Anzahl vorncbmcr Hanptleute. Die Zahlder Verwundeten war beträchtlicher. Sehr bedeutend wardie Einbuße der Unionisten; die meisten ihrer Dragoner la-gen auf der Wahlstatt; auf der Flucht war eine größereMenge niedergehauen worden, als in dem Treffen selbst.Man bemerkte unter ihnen besonders den Obristcn Freitag,einen Obristlientenant des Rheingrafen und einen Fähn-drich seiner Leibrottc, den Frecheren von Schvnburg, sechsRittmeister von adeliger Geburt, viele Lieutenante undKornette. Über SVO Gequetschte und Verwundete wurdenvon den Evangelischen nach den Lazarethen von Wolfen-büttcl gebracht. Der Rheingraf selbst und der GeneralmajorCort Stelle, welcher die Armada bei diesem Vorfalle be-fehligt, litten an schweren Wunden. Gefangene hatte mankeine gemacht; nur ein Graf von Stollberg und wenigeRittmeister waren von dem erbitterten Sieger geschont wor-den. (') Die Kämpfe jener Periode waren bei beiden Par-teien nicht selten grausam, und noch grausamer wurden sieim Laufe des langen und furchtbaren Krieges.
Nunmehr nahm Egon auch an der Belagerung von Göt-tingen Theil, oder vielmehr überließ sie ihm Tilly soziemlich allein. Um den hartnackigen Widerstand der Be-satzung und der Bürger zu brechen, warf der Graf naheden Mauern einen Geschützwall auf und beschoß am 9.August die Stadt von demselben aus mit sechszehn groben
(') Dieses wichtige Treffen wird von den meisten Geschichlschreibernsehr oberflächlich beschrieben oder gar übergangen.