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2 (1830)
Entstehung
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zuziehen. Sie stießen nach einigen Stunden auf eine ein-zelne Feindesabtheilung, welche von Hildesheim daher ge-trabt. Diese ward rasch angerannt und ohne Mübe ge-worfen. Ein Theil blieb auf dem Platz, ein anderer ge-rieth in Gefangenschaft; der Rest floh nach Hrldeshcim.

Dieser Vorfall und die Kunde, daß Kalenberg vomFeinde mit Macht belagert, ( ) die Laufgraben, wie dieGeschützwälle schon stark vorgerückt setzen, auch am fol-genden Tag das Wasser abgeschnitten und die Stadt mitStücken beschossen werden dürfte, bestimmten den Grafenam 27., den Weg geradezu nach Marienburg einzuschla-gen. Dies geschah in tiefster Stille und in Eilmärschen.Durch einzelne Gefangene in Dörfern vernahm man dieStärke des Feindes. Sie bestand in 57 Kompaanicn znPferd, deren jede 14)— 150 Mann zählte, in 6000Mann zu Fuß und 500 Dragonern. Des Grafen Ankunftwar ihnen immer noch unbekannt geblieben.

Alsbald versammelte Egon dieHanptleute und kielt an sieeine warme Anrede, worin die Pflichten der Ekre undTreue gegen Kaiser und Kurfürst ihnen an's Herz gelegtund die glänzende Gelegenheit geschildert wurde, ihrenEifer für die gute Sache auf nachdrückliche Weise kundzu geben. Der Graf redete wohl auch Manches von derUnrechtmäßigkeit des Krieges, welchen die Protestantenerhoben, und von den Sünden, deren sie sich vor Gottund der Welt dadurch schuldig gemacht. O Die Auffoderungzu muthigem Angriff und Streit wurde allseits mit Iu-belgeschrei und Lebehochs erwidert, und es zeigte sich

(') Hier zeichnete, wie wir später boren werden, Zakob Lud-wig von Fürstenberg ganz besonders sich aus.

(') Gott und die Welt wissen, wer die erste Veranlassung zum

dreißigjährigen Kriege gegeben.