den rasenden Haß, womit Kalvinistcn und Lutheraner sichverfolgten, dem Gegner die verwundbaren Seiten selbergezeigt zu haben.
Eine Zeit lang nach dem Untergang der nnionischen Hoff-nungen auf ihre eigene Kraft, finden wir Egon mehr in demHintergründe; die bekannten großen Begebenheiten, welcheTeutschland für eine unabsehbare Reihe von Jahren inBlut und Flammen gestürzt, bereiteten sich vor. Ob eran dem Mantuanischen Krieg, nach dessen Beendigungdas verwendete Volk unter seiner Anführung bald im Sü-den, bald im Norden des Reiches stritt, persönlich Thcilgenommen, ist uns nirgendwoher ersichtlich. Nach einzel-nen Andeutungen sollte man fast es annehmen dürfen.Man liest, daß der Graf im Jahre 1623 Rath des Kai-sers und mit verschiedenen Auszeichnungen beehrt wurde; (Iebenso, daß die Fürsten und Stände des schwäbischen Krei-ses ein Jahr zuvor ihm den Titel eines Gencral-Obrist-Lieutenants, mit einem Einkommen von 5060 Gulden,übertrugen. (') Auch die Würde eines kaiserlichen Kam-merers bekleidete er um diese Zeit. Als die Königinvon Spanien im Jahre 1629 nach Teutschland reiste, warEgon mit unter den Großen, welche sie bewillkommt.Wir kommen jedoch auf die Kriegsbegebnisse zurück, indenen er einige Jahre zuvor bereits wiederum geglänzt,besonders aber auf die in dem Fürstenthum Hannover, woer der kaiserlichen Sache, und Tilly, dem Obcrfcldherrn,wesentliche und von diesem treulich anerkannte Dienstegeleistet.
(') Schreiben K> Ferdinands II., ä. cl. Prag 3. Mai. (433.)(') Bestallung vom 14. Juni 1622. (F. H.-A.)
O) Schreiben des Erzherzogs Leopold an Egon, ch. ä. 21. Sep-tember. (4S0.)