Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
328
Einzelbild herunterladen
 

- 328 —

derum eines Randivous verglichen, ihren Unterthanenernstlich eingebunden und den Offizieren auferlegt hätten,sobald das Zeichen gegeben würde, daß jeder mit seinenUntergebenen an den bestimmten Ort Mann für Mann et-was Waffen tragen mag, mit Mnsqueten und thcils der-selben jeder neben seiner Wehr, auch einer Schaufel, Ha-ken, Wickel oder Arte unfehlbar erscheine, sich mit Pro-viant, den er mit sich tragen könnte, auf ein, zwei oderdrei Tage bis auf weitere Ordonnanz versorge und als-dann fernern Befehl erwarte; allein würde auch die Noth-durft erfordern, daß mir von jedem Ausschreibenden eingewisser Ort benannt würde, wo ich mich auf den Noth-fall wüßte anzumelden und wo das erste Zeichen gegebenwerden sollte; alsdann dicselbigcn zugleich verständigt wer-den sollten, was Laden man des Volks vonnöthen und wosie alle zumal insgemein hingeführt und geliefert werdensollten, damit sie auf den Nothfall zum Graben und Schan-zen zu gebrauchen und durch das viele Volk der Feind aufswenigsten so lang retardirt mögte werden, bis er von derandern Armada erlangt, attakirt und zurückgehalten wer-den mvgte. Wie nun dieses aus trcumüthigem Eifer vonwir gemeint ist, also verhoff' ich, solches werde auch an-derer Gestalt nicht aufgenommen, dabei meine schuldigeTreue erkannt und zur Kouservation des Vaterlandes die-sem meinem wohlmeinenden Andeuten willig gelebt werden.»

Noch im Jahre 1622 erlag die Heermacht der Union,in Folge mehrerer Niederlagen ihrer tapfern Führer, undMarkgraf Georg Friedrichs heldenmüthige Ausdauer wardvom Geschicke selbst auf den Feldern von Wimpfen bewäl-tigt. Ein heftiges Reaktionssystem begann, und die Über-wundenen büßten schwer für den Fehler, ihre Gesammt-kraft nicht auf einen bestimmten Mittelpunkt gerichtet undunter sich selbst keine Eintracht hergestellt, sondern durch