Könige von Böhmen O und der schnelle Fall desselbennach der Schlacht am Weißenberg, die Eroberung derPfalz durch baierische und spanische Truppen, bilden denersten Akt des großen Trauerspiels. Gleich in demselbenerhielt Graf Egon von Fnrsteubcrg ebenfalls eine bedeut-same Rolle. Nach Wallenstein und Tilly erscheint er bereitsals der vorzüglichste Heerführer Österreichs und der Liga.Die feindlichen Generale, zu deren Bekämpfung seineDienste zunächst verwendet wurden, waren der furchtbareErnst von Mansfeld und der streitlustige Chri-stian von Braunschweig.
Die ersten Nachrichten von Egons Verrichtungen lautenvom Ende des Jahres 1621. (°) Der Mansfeld hatteden Plan gefaßt, gegen das Elsaß herauf, und von danber den Rhein und nach Schwaben zu ziehen, um allesmit Feuer und Schwert zu verwüsten. Kaum war demKurfürsten Marimilian von Baiern Nachricht über diese Be-wegung des »gemeinen, grasstrcndcn und allerlei zur Placke-rei und zum Laudvcrderbcn iutentivnirten Feindes« gewor-den, als er den Grafen schleunigst davon in Kenntniß setzte.Egon, dem die Passe des Schwarzwaldes und alle Ört-lichkeiten in Schwaben wohl am besten vertraut seyn mußten,hielt er auch für den geeignetsten zu ihrer Hut und Vcr-
(') Vergleiche darüber die interessanten Beiträge in Moser 'Spatr. Archiv.
(') Um nicht eins förmliche Geschichte des dreißigjährigen Kriegeszu schreiben! beschränken wir uns meist auf unfern Heldenallein und verweisen, indem wir die Einzelnheiten von ihmanfuhren, hmstchtlich der übrigen verbindenden, historischenDetails, auf die vorhandenen Werke, welche wir, so wie dieKriegsbegebenheiten und politischen Affairen, stets als demLeser bekannt, voraussetzen müssen. Sie können somit nureinfach angedeutet und kurz berührt werden.