ras sang und Konferenzen beiwohnte. Er fühlte in seinemHerzen Sehnsucht nach den Freuden des Lebens und inseinem Kopfe den Thatendrang eines kühnen, anstrebendenGeistes. Er gehorchte diesem Beruf und bestimmte sich fürdas Kriegswesen.
Die Verbindung mit Maria von Hohenzollcrn, ( ) Toch-ter des Grafen Georg, welcher bald darauf in den Für-stenrang erhoben worden, und als Geheimrath des Kaisersund als Präsident des Neichshofrathes eine bedeutendeRolle spielte, und der Wild-und Rheingräfin Franziska,brachte ihm nicht ge.ingen Vorschub. Die Erinnerung anFriedrichs und Vratislav's noch frische Verdienste trugenebenfalls das ihrige zu seiner Beförderung bei.
Die erste Stelle, welche von K. Ferdinand in Anerken-nung »seiner besondern Eigenschaften und seiner besondernZuneigung für das Haus Österreich« ihm übertragenwurde, war die eines Obristen über eine Abtheilung teut-scher Kriegsknechte zu Fuß und zu Roß. (')
Unangenehme Elbzwiste mit Familiengliedern störteneine Weile seine äußere Thätigkeit. Doch kam entlich, inFolge eifriger Vermittlung von redlichen Freunden desHauses Fürstenberg, ein Vergleich und eine Abiheilungzu Stande, die wir weiter unten im Zusammenhange ge-ben. Wir verfolgen Egon inzwischen ununterbrochen in seinerpolitischen, fast ausschließlich kriegerischen, Laufbahn.
Der unheilbare Bruch zwischen Katholiken und Pro-testanten war gleich nach der Thronbesteigung FerdinandsII. vor sich gegangen. Die Wahl des Pfalzgrafen zum
(') Urkunde vom S> Dezember 1618. (438°) Der Wittwensstzsollre nach völliger AMHeilunz mit Zakvb Ludwig bestimmtwerden.
(') Patent vom S. September 16IS.