wir von Wilhelm ohnehin nur Weniges milzntheilen imStande sind. ()
»Nachdem ich — erwiderte Friedrich den AbgeordnetenWilhelms — aus meines Sohnes an mich gethanem undvon Euch präsentirtem Schreiben, auch aus Eurem münd-lichen Anbringen ingedachte, Wilhelms Oiavsminn, An-liegen und Beschwerden sowohl, als auch sein söhnlichesAnsuchen und Begehren umständiglich nach Nothdurft ver-nommen, so geb' ich auch gedachtem, meinem Sohn, zumeiner väterlichen, wohlmeinenden Resolution hicmit (Fol-gendes) hinwiedrum anzuzeigen Befehl.
»Ihm ist zwar ohne meine Erinnerung bewußt, mit wastreuer väterlicher Fürsorg' und schweren Unkosten ich ihnund seine Brüder erzogen, in andern Landen erhalten undallweg sie dahin gebracht Hab', daß sie mit guten löblichenTugenden und solchen Qualitäten mögen geziert werden,wodurch es nicht allein ihnen selbstcn, sondern auch demHaus zu mehrerer Aufnahme, Ehre und Ruhm gedeihen(möge), sie sich auch bei Potentaten dadurch dermaßenverdient machen könnten, und (mir die Hoffnung bleibe)meiner bei so mancherlei großen Beschwerden um etwasverschont und seiner und seiner Brüder söhnlicher Assistenzin allerlei sich begebenden Fällen versichert zu werden.
»In solcher wirklicher väterlicher Treue Hab' ich michauch ferner bisher noch erzeigt, hintangesetzt meiner sogroßen Angelegenheiten, (so zwar) daß ich nicht weiß,ob mir auch poiicier-nis ^onster-inclis in Schwaben ein glei-ches Erempel vorgezogen (vorgehalten) werden könnte.
() "Resolution Friedrichs von Fürstenberg vff Ihres Herrn Soh-nes Wilhelm, Grafen zu Fürstenberg begerte Einräumung einergräflichen Residenz und anderß !k. :c. v. ä. Prag, 2. Mai1617." (F. H.-A,)