Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
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Wirren, an die drei geistlichen Kurfürsten gegangen. ( )Großen Schaden brachte ihm der tragische Vorfall zu Linzmit seinem Vetter Christoph; es kam dadurch die Nachredeheftiger Gemüthsart auf ihn. Bei Hofe selbst verschlug sieihm nichts, denn wir sehen ihn bald darauf wieder involler Thätigkeit und zuletzt sogar mit der Stelle einesDirektors oder Präsidenten des Reichshofrathes bekleidet l7)und bei mchrern Hoffesten und Reichstagen in des KaisersGefolg. Von großer Wichtigkeit waren die Geschäfte,welche er in den Irrungen der Stadt Aachen aus Auftragdes Monarchen und des Reichshofrathes besorgte. SeinBenehmen war streng und edel zugleich; der hartnäckigeWiderstand der freilich nicht ohne Rcchtsgründe empörtenBürgerschaft bereitete unbeschreibliche Schwierigkeiten, dienur seine Gewandtheit und Besonnenheit zu besiegen imStande waren. ( )

Zu bedauern waren die Irrungen, welche Wilhelm mitseinem Vater hatte, nachdem dieser in verschiedene seinerBegehren, znmals das einer bcsondern Residenz, zu wil-ligen sich geweigert batte. Es ist noch eine Schrift übrig,welche diesen Handel sehr gut beleuchtet und Friedrichs edleDenkart und feste Handlungsweise in neues Licht setzt. Wirfügen sie hier im Zusammenhange um so eher bei, als

(') Schreiben des Kaisers ä. <l. Prag, 19. Oktober. (Nro.470.)

(') Der HeiligenberzerSeel-Zeddelnennntibnblos Reichs-hoirath. In StrasserS genealog. Tabellen steht er aber alsDirektor des Reichshofrathes, bei Zselin (hist. Ler.Art. Furstenberg) als Präsident.

(') Kftevenhuller. VIII.

(H Handschriftl. Cbronik der Stadt Aachen im Besitze der König-lichen Bibliothek im Haag.