Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
310
Einzelbild herunterladen
 

— 310 —

bensmomente und Verrichtungen nur ein untergeordnetesInteresse mehr darbieten. Er übernahm, wie fast alle sei-nes Geschlechtes, Vormundschaften über Waisen verwandterHäuser; die seines Vetters Albrccht steht hierin obenan. (')Sodann suchte er, wie jene, durch Vertrage mannigfacherArt, seinen Besitzstand zu vermehren. (°) Daß alle Rechteund Privilegien der Familie ihm bestätigt worden, bedarffast kaum einer Erwähnung, (I

Der wichtigste Gewinn kür so lange und ausgezeichneteDienste, so er dem ErzHaus geleistet, war wohl die vonMathias erhaltene Anwartschaft auf die Herrschaft Weh-renwag, nach Abgang der Laubcnberg'schen Familie. DerErzherzog Maxim lian bestätigte ihn darin. Aber der Graferlebte die Ledigung des Lehens nicht. (I

Sowohl seine Vermählungen, als seine vormundschaft-lichen und Familienverhältnisse gewahren, durch Erwer-bungen und Verwickelungen, niedrere anziehende Einzeln-heiten. Von seiner Sulzischen Gemahlin war er, nach ziem-lich glücklicher Ebe, Wittwer geworden. Aus Briefstellengeht hervor, daß er mit den Verwandten über Erbschaftoder Hcirathsgut in Zwist gerathen. Im fünften Jahre nachjenem Verluste schritt Friedrich (1606) zur zweiten Ehenrit der Wittwe des Freiherrn Wolfgang von Rumpf, ge-bornen Gräfin Arco. (I Aber schon nach Jahresfrist ver-blich auch diese plötzlich, (') und der Graf ward durch sie

(') 1603. Bestallung Ferdinands II. von diesem Jahre. Urk.

nu F. H.-A. Nro. 452.

(') Belege hietür geben mehrere Urkunden, als Nro. 453.(/) Urkunden hierüber vom Jahre 1606 u. s. f. im F. K.-A.,Nro. 454 w.

(h Urkunden vom 16. März und 24. September 1613. (F. H.-A.)() Urkunde im F. H.-A. Nro. 455.°-(°) Urkunde 456.