von dem Zeitpunkte, da Mathias das Ziel seiner Wünscheerreicht, mehr in rein-persönlichen Beziehungen, als inpolitischen, bei dem Monarchen stand. Immerhin warseine Stellung die eines vertrauten Günstlings, aber da-durch doppelt ehrenvoll und rühmlicb, da er zu nichts siebenutzte, was auf frühere Verdienste und des Hauses altenNamen ein übelcs Licht werfen konnte.
Die Verbindung mit Erzherzog Marimilian zu Ty-rol erhielt sich. Nachdem man lange nur über politisch-kriegerische Auge egenhcitcn miteinander verkehrt, öffnetensich die Gcmüthcr auch bei fröhlicher» Anlassen.
Als der Erzherzog seine Hochzeit feierte, lieh ihm Fried-rich kostbare Tapetenstücke und allerlei Zierrath für die-ses Fest. ( )
Auch der Erzherzog Albrechtsuchte mehrmals des Gra-fen Verwendung bei dem Königlichen Bruder, in Bezugauf Erbansprüche und Entschädigungen , die er an diesenerheben zu können glaubte; so im August des Jahres 1612,so im Februar 1614. ff)
Selbst der stolze Ferdinand von Grätz, welcherniemals aufrichtig mit Mathias es gemeint und schon da-mals an Untergrabung seines Ansehens arbeitete, nahmbisweilen Zuflucht zu ihm, und noch im Jahre 1612 wares, wo er dem Grafen persönlich die Unterhändler desKönigs von Spanien, und der Marchesen Don Mathiasund Don Karlos empfahl,
Nachdem wir den Grafen Friedrich in so bedeutendenWelthandel» wirksam gesehen, kann der Rest seiner Le-
(') Schreiben Maximilians, ll. ä. 31. Okt. 1611.
(') Schreiben Albra:chts im Fstbg. LwA., 3. N. 31. August 1612
und 26. Februar 1614.
(') Schreiben Ferdinands vom 9. Sept. 1612. (F. H.-A.)