An Ebendenselben.
»Lieber Graf! Ich habe Eucrn gchorsamlich kontinui-renden Fleiß und beharrliche Korrespondenz aus EuremSchreiben vom 29. März nächsthin mit gnädigstem Gefal-len vernommen, nnd »erhoffe, Ihr werdet damit alsonochmalcn fortfahren, daran mir dann besonder angcneh-nics Gefallen beschieht, und soll solches gegen Euch znaller Gelegenheit mit Gnaden Jederzeit erkannt werden.Damit ich Euch ohne das förderst und wohlgewogcn bin.Gegeben zn Innsbruck, den sechsten April Anno 1611.
»Maximilian.«
An Ebendenselben.
»Lieber Graf von Fürstcnbcrg! Ich habe Euer Schrei-ben vom siebenten dieses sammt dessen Postscripto mit allerGnaden verstanden, nnd daraus sowohl Eures gemeinenBesten wegen treue Sorgfältigkcit, als auch gehorsame,gegen mir kontinuirende Affcktion mit dankbarem Gefallenverspürt, diewcil ich aber unter andern? daraus auch ver-merke, daß Ihr insgemein in den böhmischen Ständen we-gen der Abschickung, so des Erzherzogen Leopoldi L. anBaicrn nnd Salzburg gcthan, allerhand Nachdenken ha-bet, so wollte ich nicht unterlassen. Euch hicrncben auchin Gnaden zu kommunicircn, was ich dieses Orts für ge-wisse eigentliche Nachrichtung habe nnd darfür halte, daßniemand sich lcichtlich mit dem passaw'schcn Volke einmengenwerde, dahcro dann das mit denen von Budweis vorhabendeWerk vermuthlich desto leichter zu vollenden, und wcnigcsBc--denkcu scyn würde, das mit geringen? Unkosten zn verrichten,was mit schwererer Mühe mißlich scyn könnte zn erlange!?.
«Bin Euch bcincbens mit aller Gnaden forderst wohl-gewogcn. Gegeben zu Innsbruck, den 15. Aprilis 1611.
«Maximilian.«
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