Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
303
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brandino nach Linz mit dem Befehl abgefertiget, daß erallda auf meine fernere Abfordcrnng verbleiben und michvon einer zur andern Zeit, was etwa Schriftwürdigesfürfallen würde, förderlichst berichten solle. Wann ich abernicht zweifele, daß Euch auch hin und wieder viele gründ-liche Nachrichtungen zukommen, wie Ihr dann ohne das,weil das Passau'sche Kriegsvolk, der Zeit um Budweisund Krumau, so nahend bei Euch sich befindet, dessentägliche Vorhaben in bester Bekcnntniß haben werdet, undich zu Euch das gnädigste Vertrauen Hab, Ihr werdetmir jeder Zeit, was Euch, und sonderlich solches Kriegs-volks halben, bewußt seyn mag, gehorsamst gern commu-nicircn. So habe ich ihmc Aldobrandino zugleich Befehlgeben, daß er Euch dieses mein gnädigstes Schreiben, als-bald er gen Linz kommen, durch eigenen Boten zuschicken,folgends aber, so lang er allda seyn wird, mit Euch stetskorrespondiren, und was Ihr ihme nach und nach andeu-ten werdet, mir gehorsamst zu wissen machen solle. AnEuch gnädiglich gesiunend, Ihr wollet obbemeltcm zuEuch habenden gnädigsten Vertrauen nach nicht unter-lassen , Ihm alles dessen, was Euch von Tag zu Tagzukommen wird, gleichfalls durch eigene Boten zu avisiren.And ich verbleib Euch mit Gnaden fürderst wohl gewogen.Geben zu Innsbruck den 12. Februar Anno 1611.

»Marimilian.«

An Ebendenselben.

«Wohlgeborner lieber Graf! Ich Hab Euer Schreiben,vom 24. Februar, richtig empfangen, auch was Ihr mirin einem und andern in gehorsamem Vertrauen zu wissengethan, und sousten gegen meinem Abgeordneten Euchvernehmen lassen, mit sonderbarem Dank vernommen;will mich auch gänzlichen versehen, Ihr werdet Euch hin-