Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
302
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Ihr Euch auch darunter so emsig bemühet, ist so spät er-folgt, daß es nunmehr eines größern Ernstes und Re-solution bedürftig.

»Hiebet des von Rosenberg Schreiben. Ist auch dieNothdurft auf künstige Zusammenkunft zu Schweinfurtüberall verordnet worden. Latum ut in litsiis. st)

Während so nach dieser Seite hin Graf Friedrich fürdie Plane des Königs Mathias mit unermüdlicher Sorg-salt wirkte und zum Gelingen derselben nicht wenig bei-trug, unterhielt er anderseits mit dem trefflichen FürstenMaximilian nach Innsbruck den früher angedeuteten undmitgetheilten Briefwechsel ebenfalls ununterbrochen fort.Von dort ans arbeitete das mäßigende Prinzip, wah-rend von Wien und Znaym aus das streitende sich inBewegung setzte. Leider besitzen wir von den hierauf sichbeziehenden Aktenstücken nur die eine Hälfte, nämlich dieBriefe des Erzherzogs an Friedrich, während die diesesLetztern an den Prinzen in tyrolischen Archiven sich befin-den müssen, wenn sie anders nicht gleich jedesmal nachdem Empfange verbrannt werden sind.

Erzherzog Maximilian von Österreich an GrafFriedrich zu Fürstenberg.

»Lieber Graf von Fürstenberg! Dieweil ich bei diesengefährlichen geschwinden Läufen, wegen denen ich ziemlichentlegen, nicht allerdings sicher, durch die ordinairenPosten die täglichen Zufälle also gewiß, wie ich es auchzu Versicherung dieser Länder nothwendig bedarf, zu er-fahren, so habe ich demnach Hauptmann Ricardino Aldo-

(') Die Originellen der Briefe deS K. Mathias befinden sichsämmllich im Fürstenberger Haupt-Archiv; von denen desGrafen aber die Doppel- oder Abschriften.