Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
298
Einzelbild herunterladen
 

- 298 —

»Ew. Maj. bitt' ich aber gehorsamst, mich nunmehr (alsdie mich lange Jahre gnädigst erkannt und probiert) ausdergleichen Verdacht gnädigst zu lassen, dann kein Menschauf Erden Ew. Maj. von mir wird darbringen mögen,daß ich an Kais. Hofe (alda ich die hohen Ämter, ohneRuhm zu melden, bedient), noch außerhalb jemand in seineneigenen oder aber auch in meinen eigenen Privathändelnvervortheilen lassen oder solches selber gethan, und seyenEw. Maj. gnadigst von mir, als einem ehrlichen Grafen,versichert, daß ich wünsche, was mir in dieser oder andernSachen nicht mit rechtem Fug und aller Billigkeit gehörensollte, daß mir solches ein Reyß abstreifen möge :c.

»Und damit Ew. Maj. nun ein wenig Licht und Berichtmeiner Sache haben, Hab' ich auf einem halben BogenPapier mein )us in Eil aufsetzen lassen, daraus Ew. M.beide Theile vernehmen mögen, trage auch an meine Sachekeinen Scheu, wo Recht und Billigkeit Platz hat zc.

»Welches Ew. Maj. ich hicmit gehorsamst der Nothvurftund zum Theil meiner Ehre nach (damit mich Gegenlheilzu suchen begehrt) vermelde und zu dero bessern Informa-tion nutcrthänigst berichten muß, mit gehorsamster Bitte,solches nicht allein mir zu Gnaden halten, sondern Derowider mich (meiner nuverhört) nichts einbilden zu lassen.

»Deren ich mich mit meiner gerechten und billigen Sacheunterthanigst zu Gnaden befehlen thuc.

»Weitra, den 9. März Anno 1611.

»Ew. Königl. Majestät

»Untcrthänigster und gehorsamster Diener,»Friedrich, Graf zu Fürstenberg.«

König Mathias an Friedrich von Fürstenberg.

»Wohlgeborner, lieber Graf von Fürstenberg! Eureunterschiedliche Schreiben, als eins vom vierten, zwei