Druckschrift 
2 (1830)
Entstehung
Seite
286
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dm Knechten weder zu Wasser noch zu Lande Durchpaßgestattet werde, so schlichen sie doch auf Abwegen derböhmischen Grenze zu, und bei Budweis soll ihnen sogarein Musierplatz aufgeschlagen worden seyn. Mathias er-sucht demnach den Grafen, gemeinsam mit Nosenberg, da-hin zu wirken, daß man auch dieses Passes sich endlichbemächtige. Das Königliche Kricgsvolk stehe nunmehr inBöhmen und alle weitere Zögerung sey übcrslüssiig. Aufdie Nachbarschaft könne mau sich ebenfalls verlassen; dieOber-Emsischc» Truppen werde er, Mathias, nachstoßenund überdies noch anderes Volk anwerben lassen, so daßgegründete Hoffnung vorhanden sey, mit vereinigten Kräf-ten, Ruhe und Frieden zu erzwingen. (')

Ehe jedoch Fürstcnbcrg dies letztere Schreiben empfan-gen konnte, hatte er, von Weitra aus, unter gleichemDatum an den König nachstehende Zuschrift abgefertigt,welche verschiedene neue Mittheilungen und Rathschlagevon Wichtigkeit enthielt:

»Gnädigster König und Herr! Eure Majestät wollenmir gnadigst verzeihen, daß ich mich hierinncn fernerhinaus lasse. Das wichtige Werk wird besorglich in sowenig Tagen oder Zeiten sich nicht zu Ende führen lassen,dann man zu Prag, aller Orten und Enden um Hülfeund Anhang ansucht. Ja es liegen gewißlich große Häup-ter mit diesem Wesen unter der Decke verborgen, die ichvon hohen Respekts wegen nicht benennen will; also danicht Mittel mangeln werden, wie man diese Sache indie Länge spielen, Ew. Maj. und Dero Lander ausharrenoder abmatten möge. Und obwohl die geistlichen Chur-und Fürsten (deren tbeils E. M. verschrieben und ver-bunden) billig Beifall thun sollten gegen I. Kaiserl. Maj.,

(') Schreiben K. Mathias, ä. a. Wien 26. Februar.