als dem höchsten Haupt, alles Respekts voll, nnd möchtenderowegen dahcro Hülfe mir Volk oder Geld solto ni-,110wider Ew. Maj. erfolgen; also daß Ew. Maj. gedrungenwurden sich auch anderseits zu appagircn. Dieweil mattdann an diesem Paß nicht um die Religion, sondern umKrone, Königreich, Recht und Billigkeit, auch Haltunghochvcrpöntcr Briefe und Siegel streitet: also könnte ichnicht fürüber Ew. Maj. gehorsamst zu erinnern und zurathcn (unangcschcn ich nicht zweifele, solches mit ver-nünftiger Vorbctrachtung allbereit im Werk scpe), dieprotcstirenden Kur nnd Fürsien niedres zu sich zu ziehen,und sich der Okkasion, Zeit und des Modi zu gebrauchen,und nach Äußerstem sich zu befleißen, dieselben auch zugewinnen, und denen alle möglichste Satisfaktion zugeben.
»Und ob gleichwohl ein solcher Rath für politisch, undwie es jctznnd etliche zu taufen pflegen, kalt katholischausgedeutet, und da Ew. Mas. die höchsten Haupter(deren Ew. Maj. bishero in Nöthen wenig genossen) offen-diren werden, so lassen sich doch Ew. Maj. als ein christlicherkatholischer und vernünftiger König und Regent in IhremKöniglichen Gemnth und Gewissen dessen nichts irren,sondern ziehen, wie obbemeldet, die protestirendcn Chur-und Fürsten in dieser Roth auch zu sich, akkommodirensich so viel möglich, und gedenken gnädigst, daß jetzundin Böhmen nicht die Katholischen allein, sondern vielmehrder andern Religion Ew. Maj. anhangen und Dero Parteihalten müssen, welche Ew. Majestät von der Religion we-gen nicht verlassen können, sondern die Krön dadurch er-langen und erhalten werden muß.
»Sonsten Ew. Maj. (daß Gott gnadiglich verhütenwolle) sich in ein schweres nnd gefährliches Blutbad setzen,auch letzlichcn (Ew. Maj, verzeihen mir gnädigst) gleich